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© Copyright Jitzak Luria Academie, Katwijk aan Zee, Niederlande/Netherlands, 2007, TAML
Die Jitzak Luria Academie
Die Narben längst vergessener Kriege - Abraham den Dunnen
Besondere, überall in den Landschaften wiederzufindende Narben von vergangenen Ereignissen sind in diesem Buch beschrieben, Narben die wenig oder nicht bemerkt werden und dennoch eindeutig da sind. Der Mensch ist vertraut mit einem Weltbild das hauptsächlich von der Grillenhaftigkeit der Natur und vom Menschen nach Notwendigkeiten wie von Wohnen und Arbeit gebildet zu sein scheint. Städte und Landschaften scheinen keiner anderen Ordnung zu unterliegen und so lebt der Mensch in ihnen wie in einer Kulisse wohinter er keine dritte Ordnung sucht. Jedoch der Schein trügt.
Manchmal wundert man sich daß an manchen Stellen viel Unfälle stattfinden und viel Verbrechen es gibt. Und manchen ist es dort unbehaglich ohne sich bewußt zu sein daß solche Stellen oft Punkte sind auf Kurven und Linien von altem Geschehen, auf Narben die in bald dieser bald jener Form sichtbar sind, mit wechselnder Landschaftsarchitektur kommen und gehen indem die Muster gleich bleiben und nicht verschwinden.
Unzählige Kriege ließen seit Menschengedenken die Erde schwanken, besudelten vielleicht schon jedes Quadratmeter mit Blut. Krieg ist aber nicht gleich Krieg. Es gibt welche die großenteils nicht aus persönlicher Feindschaft ausgetragen wurden. Und es gibt welche dadurch daß Menschen von blindem Haß getrieben wurden um sich gegenseitig zu vernichten.
Letzterer Streit entsteht oft infolge irrealer Glaubensauffassungen. Und wo viel Irreligiösität Folge von solchem Fiasko ist, gehen direkt und indirekt die meisten Kriege aus ihnen hervor. Tiefpunkt der westlichen religiösen Welt war das große Schisma von 1378 bis 1449, mit welchem der Verfall des Glaubens definitiv einsetzte und bis heute sich fortsetzt. Während dieses Kampfes innerhalb der Kirche und bis etwa 150 Jahre danach wüteten überall Bürgerkriege, Kriege die unter der demoralisierenden Wirkung des Schismas nie gekannte Tiefpunkte gegenseitiger Verachtung kannten und also manche Landschaft nachhaltig beeinflussen.
Glauben setzt eine unsichtbare Welt voraus. Jedermann aber kann sehen daß während der ganzen Zeiten ein Krieg der Kriege stattfindet, der Krieg der zwischen Liebe als dem Sinn des Seins und Lieblosigkeit als Entleerung des Sinns des Seins sich vollzieht. Dieses Buch nun läßt sehen daß diese Wirklichkeit so real ist daß alter Segen in Form von lieblichem und erquicklichem Ansehen und alter Fluch in Form von Zangenwegen und Reusen und hinterhältigen Taktiken durch alle Bebauung und Landschaftsveränderung hindurch erkennbar bleiben. Sogar wird der Leser den Verlauf eines schon längst vergessenen Krieges anhand landschaftlicher Narben verfolgen können. Zugleich läßt das Buch sehen daß der Logik der sichtbaren Wirklichkeit die unsichtbare unterworfen ist, sie nicht dogmatischen Formeln wie von Austreibung und Bestrafung und Beschwörung und "Gebieten im Namen von" und Handauflegung sondern den Gesetzmäßigkeiten der normalen Welt und damit der Logik und Psychologie wie von normalen Menschen unterliegt.
Einiges ist beschrieben anhand des Lebens und der Arbeit von Jakob ben Luria, Kenner der urhebräischen Bibel nach ihrer ursprünglichen Bedeutung. Weiter kommen viele besondere Erkenntnisse zur Sprache, wie betreffs dessen was Musik zum Ausdruck bringt und betreffs der Schlacht bei Azincourt..
